über mich
Aufgewachsen bin ich in Luxemburg auf einem Bauernhof mit grossem Garten zur Selbstversorgung und vielen Tieren, direkt am Wald. Ich mag dieses Leben nahe an der Erde. Ich mag auch die Aufgaben, die im Jahreskreis anstehen und der Zeit einen Rhythmus geben. Was die Natur uns immer wieder schenkt, einfach so, erfüllt mich mit grosser Freude und Dankbarkeit. Die Fürsorge zum Land und die körperliche Arbeit nähren mich.
Als Kind habe ich leidenschaftlich gerne Lehrerin gespielt und wollte dann Französisch studieren, da mir Sprache sehr gefällt und was sie zwischen den Zeilen zu vermitteln vermag.
Doch es kam dann anders als geplant. Durch eine persönliche Sinnkrise und Essstörung in meiner späten Jugend und meine damalige Erfahrung in der Psychiatrie, habe ich einen inneren Auftrag gespürt, Psychologie zu studieren. Meine Ärztin war ziemlich skeptisch, aber ich wusste tief in mir, dass das der richtige Weg für mich ist. Die Essstörung war in erster Linie ein Ausdruck meiner damaligen Überforderung mit einer reichen Innenwelt, die mich heute beglückt und anderen dient. Es war auch so etwas wie ein erstes politisches Statement – ein Nein zu dieser konsumorientierten und masslos gewordenen Welt, die uns langfristig krank macht.
In der Grundausbildung habe ich viele Studien auswendig gelernt und mich durch die Statistik gemogelt. Mir war immer klar, dass ich Menschen begleiten möchte und so habe ich Therapieausbildungen in Humanistischer Psychologie nach Carl Rogers und tiefenpsychologischer Psychotherapie sowie viele Weiterbildungen absolviert, vor allem in körperorientierten Verfahren. Von 2013 bis 2021 war ich in verschiedenen Fachkliniken für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin tätig.
Sich dem Leben schenken
Das Wesentliche im Leben lässt sich nicht machen – es geschieht.
Martin Schleske
