SPIRITUELLES COACHING

Denn meiner Meinung nach ist inneres Beten nichts anderes als ein Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft allein zusammenkommen, einfach um bei ihm zu sein, weil wir sicher wissen, dass er uns liebt.
Teresa von Àvila

Psychologische & spirituelle Begleitung

Psychologische und spirituelle Begleitung gehen für mich Hand in Hand. Es sind verschiedene Ebenen, die gleichzeitig eng miteinander verbunden sind. Die Psychologie beschäftigt sich vorwiegend mit der menschlichen Ich-Struktur: Unserem Erleben und Verhalten, unserer Persönlichkeit, unseren Konflikten. Spirituelles Coaching hingegen berührt die seelische Dimension unseres Mensch-Seins und begleitet die Rückverbindung mit unserem innersten Kern. Mit all dem, was wir jenseits von Prägung einfach sind, von Natur aus.

Hier geht es nicht primär um ein Herbeiführen von Veränderung, sondern mehr um ein Bezeugen dessen, was ist. Wir dürfen begleiten, was von innen her und in Resonanz mit dem Leben werden will. Wir dürfen lernen, unsere Seele zu führen. An diesem Ort begegnen uns die grossen Fragen des Lebens: Wer bin ich? Woher komme ich und wohin gehe ich? Was bleibt?

Wir dürfen eigene Identifikationen mehr und mehr erkennen und ans Leben zurückgeben.

Wir dürfen erforschen wo, wann und wie etwas aus der inneren Ordnung geraten ist.

Wir dürfen unseren Kernverletzungen und unerlösten Schatten auf die Schliche kommen.

Wir dürfen unser Potential und das eigene Gemeint-Sein in der Welt entfalten.

Wir dürfen lernen, uns gehalten und geliebt zu wissen. In uns. Zuhause.

Und den Dingen einen guten Platz geben in unserem Herzen, aufgehoben im Herz aller Herzen.

So können wir das Leben aus der inneren Mitte und Quelle heraus schöpferisch gestalten.

Wo es passend ist, lasse ich Modelle und Übungen einfliessen, die ich im Rahmen meiner spirituellen Coachingausbildung bei der Psychologin und Zen-Meisterin Anna Gamma, ehemalige Geschäftsleiterin des Lasalle-Hauses, kennengelernt habe.

Die Stille

Stille hütet das Leben. Stille ist wie ein Schutzmantel, der alles umgibt, alles Vergangene, Gegenwärtige, alles Zukünftige. Stille beschützt Verborgenes, Ersehntes oder Erhofftes, das Beste in uns.
Bernhard Lenfers Grünenfelder

In unserer heutigen Welt, die oft laut und hektisch ist, brauchen wir Räume, in denen wir eingeladen sind, still zu werden und uns mit dem Wesentlichen zu verbinden. Das Innehalten öffnet unsere Sinne für den Augenblick und die Heiligkeit des Lebens, auch im ganz Alltäglichen.

Als hochsensitives Wesen war das ganz wichtig für mich: Dass ich lerne, mich zu verankern an diesem Ort, der immer und jederzeit da ist. Mit seinen verschiedenen Qualitäten und Gesichtern. Und einfach zu wachen. So ist die Stille zu einer meiner wichtigsten Lehrmeisterinnen geworden: In ihr steht alles geschrieben – wie in einem grossen Lehrbuch, das sich nach und nach offenbart.

Sie ist auch ein mächtiger Spiegel, in dem wir uns selbst und der Welt begegnen. Unweigerlich bringt sie uns in Berührung mit unserer inneren Wahrheit und Tiefe.

Während ich auf der folgenden Seite über das Wunder und die Schönheit der Schöpfung schreibe, ganz sinnlich erfahrbar, steht hier die Leere im Vordergrund. Das Nichts, das gleichzeitig auch Alles ist. Das Leben in seiner Unverfügbarkeit.

Gerade in Krisenzeiten kommen wir manchmal an einen Punkt wo wir Bilder und Vorstellungen loslassen müssen von dem, was wir uns vielleicht erhofft oder ersehnt haben. Es braucht Mut, sich in diese Brache hineinsinken zu lassen. Doch wenn wir nichts mehr zu verlieren haben, kann etwas frei werden in uns und sich auf neue Weise mit dem Leben verbinden. In diesem Untergrund, im Verborgenen liegt Verheissungsvolles, aber auch Leid – persönliches und kollektives – das verstoffwechselt werden will. Wir können lernen, uns diesem Prozess zu überlassen. So kann tiefe Wandlung und Heilung geschehen. Auch durch Vergebung. Eine besondere Form der Schönheit entsteht. In der Gnade.

In meinen Begleitungen spielt die Qualität von Stille eine wichtige Rolle – mehr oder weniger explizit. Das gemeinsame Sitzen in Stille kann Teil der Begleitungen sein.

Die Stille ist ein wichtiges Element in allen grossen Weisheitstraditionen. Gleichzeitig gibt es viele verschiedene Wege, eine Beziehung zum Göttlichen zu pflegen. Nicht jeder Weg passt zu jedem Menschen. Gerne können wir gemeinsam horchen, wo Du Dich zuhause fühlt, was Dich nährt und auch, was Deine Art ist, das Göttliche in Dir zu leben und zu verschenken.

Alles ist Beziehung.

Ich glaube, dass alles, was uns Menschen als soziale Wesen tief berührt und erfüllt, aber auch herausfordern und bis an den Rand des Wahnsinns treiben kann, im Kern mit Beziehung zu tun hat – der Beziehung zu uns selbst, zu anderen Menschen und zum Leben.

Auch wenn inhaltlich andere Themen im Fokus stehen können, ist Psychotherapie letztlich immer die Entwicklung der Beziehung zu uns selbst und unserer Umwelt. In den psychodynamischen Verfahren liegt dabei ein besonderes Augenmerk auf der therapeutischen Beziehung, in der sich zentrale Aspekte der eigenen Beziehungsgestaltung widerspiegeln. Dieses Phänomen nennen wir Übertragung und Gegenübertragung. Durch seine Erforschung können die eigenen dysfunktionalen Beziehungsmuster bewusst gemacht und verändert werden.

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Auf meiner eigenen Suche bin ich auf die Individualsystemik von Veeta und Artho Wittemann gestossen. Sie ermöglicht, sowohl das innere System als Ganzes als auch jede einzelne „Innere Person“ (IP) in ihrer Komplexität und scheinbaren Widersprüchlichkeit von der Oberfläche bis in die Tiefe kennenzulernen. Sie erlaubt zu erforschen, welche Seiten wir im Kontakt mit der Welt besonders stark entwickelt haben, welche wir vorsichtig zurückhalten und was wir ganz nach Innen genommen haben, um es in den unsichtbaren Räumen der Psyche vor erneuten Verletzungen oder Enttäuschungen zu schützen. Indem weniger die Inhalte und vielmehr die verborgene innere Haltung und die Quelle, aus der diese Haltung kommt, fokussiert werden, wird zunehmend die ursprüngliche Wesensart und Essenz der einzelnen IP mit ihren Bedürfnissen, Werten und Fähigkeiten wieder sichtbar. Durch diese Rückbesinnung auf das eigene So-Sein können wir an unsere innere Vielfalt wieder anknüpfen und abgespaltene, im Nein verhaftete Anteile unserer selbst wiederbeleben. Ich bin dankbar, die tiefere Logik und Weisheit unserer Psyche in ihrer Komplexität damit etwas mehr zu verstehen und lasse die Erkenntnisse der Individualsystemik in meine Arbeit mit einfliessen. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.dubistviele.de