PERMAKULTUR, TIEFENÖKOLOGIE UND HEILPFLANZEN
Verbindung von Mensch und Natur
Oft höre ich, dass Menschen in den Wald oder in den Garten gehen, wenn es ihnen nicht gut geht, vielleicht auch in die Berge oder an den See. Die Erde ist einfach da. Sie hält und trägt uns. Sie beschenkt uns – einfach so.
In meinen naturtherapeutischen Gruppen durfte ich beobachten wie Menschen in einer natürlichen Umgebung
… Entschleunigung, Entspannung und Stille erleben, das Nervensystem sich automatisch beruhigt.
… Abstand gewinnen zu den belastenden Geschichten, mit denen sie sich identifiziert haben.
… ihre Umgebung unmittelbarer über die Sinne und den Körper erfahren und beobachten.
… lernen, flexibel und kreativ mit den situativen Gegebenheiten sowie den Möglichkeiten und Grenzen von Gestaltung umzugehen.
… authentische und stetige Fürsorge im Umgang mit Lebendigem zeigen.
… Verantwortung übernehmen und ins Handeln kommen.
… bewusster mit eigenen und natürlichen Ressourcen umgehen. Wachstum sehen.
… sichtbare Ergebnisse und Veränderungen erzeugen, Selbstwirksamkeit erleben.
… Vielfalt, Fülle und Schönheit erfahren. Freude, Dankbarkeit und Demut empfinden.
… es schön finden, gemeinsam mit anderen etwas Sinnvolles zu tun.
… über die Erneuerungskraft und die Vergänglichkeit in der Natur mit den natürlichen Zyklen des Lebens wieder mehr in Berührung kommen und damit umgehen müssen.
… eine wilde Ordnung erkennen, bei der alles einen Sinn und jedes Lebewesen seinen Platz hat.
… die Prozesse in der Natur als Metapher für seelische Prozesse verstehen und nutzen lernen.
Wir Menschen sind Teil dieser wundervollen Schöpfung, von der wir lernen dürfen. Da wo es passt, lasse ich gerne meine Erfahrungen mit den Wegen und Zyklen der Natur als Inspirationsquelle und Metapher in therapeutische Prozesse einfliessen. Es ist ein möglicher Weg, den Segen der Schöpfung und damit die Heiligkeit des Lebens – auch in uns – wieder bewusster wahrzunehmen. Diese Wertschätzung und das Staunen über das Wunder des Lebens, das uns geschenkt ist, sind eng verbunden mit meinem Verständnis von ganzheitlicher Gesundheit und nachhaltiger Veränderung.
Täglich säen wir neue Samen Für einen ganzen Wald Hoffnung Weil in uns das Paradies wurzelt.
Hilde Domin
Aktueller Kurs 2023
Innere PermaKultur
Wir Menschen im Jahreskreis der Natur
Heilpflanzen und Wildkräuter
Heilpflanzen und Wildkräuter sind meine grünen Freunde. Ich liebe es, Zeit mit ihnen zu verbringen – immer. Da ist ein inneres Gefühl der Vertrautheit mit den Pflanzenwesen in mir, unendlich tief und still. Ich bin sehr dankbar für diese schöne Verbindung, die mir viel Freude schenkt.
In der Wildkräuterschule Empowerment for Life konnte ich mir ausserdem ein gutes Basiswissen aneignen, das ich gerne noch weiter vertiefen möchte.
Die Wildpflanzen zeigen mir, was es bedeutet, sich ganz und gar an das eigene Wesen hinzugeben und die inneren Gaben zu verschenken, die dann auch Medizin sind für andere. Sie sind wie kleine Persönlichkeiten, die ganz bestimmte Qualitäten verkörpern, und uns damit inspirieren und nähren können. Wenn es sich anbietet, arbeite ich auch in therapeutischen Prozessen gerne mit Pflanzenmeditationen, z.B. mit der Brennnessel, wenn es um Abgrenzungsthemen geht.
Innere Permakultur und Tiefenökologie
Die Permakultur, Mitte der 70er Jahre von Bill Mollison begründet, ist eine weltweite Bewegung, die sich mit dem Entwurf nachhaltiger Systeme befasst, die sowohl die menschlichen als auch die natürlichen Bedürfnisse und Ressourcen berücksichtigen und in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen versuchen. Als Leitlinie gelten die ethischen Prinzipien der Fürsorge für den Menschen, die Erde und die Zukunft. Ursprünglich für Landwirtschaft und Gartenbau konzipiert, hat die Grundidee der Permakultur längst in andere Lebensbereiche Einzug gefunden. Die Permakultur ist ganzheitlich orientiert und beginnt gleichzeitig beim einzelnen Menschen, seiner inneren Permakultur, der sogenannten Zone 0.
Die von Arne Naess begründete und durch Joanna Macy stark verbreitete Tiefenökologie geht noch einen Schritt weiter. Sie ist der philosophisch-spirituelle Boden, der uns daran erinnert wie sehr wir in diesem Universum unmittelbar betroffen sind von dem, was um uns geschieht. Sie lädt ein, uns im Herzen wieder berühren zu lassen, uns zu öffnen für das Wunder und die Schönheit der Natur in und um uns herum und zu ihrer Erhaltung beizutragen. Die bewusste Aufnahme und Pflege einer inneren Beziehung zu unserer unmittelbaren Umgebung und die Resonanz, die daraus entsteht, schenken ein grundsätzliches Gefühl von Zugehörigkeit. Sich aufgehoben zu fühlen in der Welt stärkt das Vertrauen ins Leben und damit auch die eigene Resilienz.
Psychotherapeutische Interventionen zielen primär darauf ab, Leiden zu mindern und den Menschen zu befähigen, sich in seinem Alltag wieder besser zurecht zu finden. Die Permakultur hingegen richtet den Blick mehr auf einen gesunden Boden. Diesen Grundprinzipien folgend, versuche ich mit Dir herauszufinden wie nachhaltig Du mit deinen eigenen Bedürfnissen und Ressourcen umgehst und wie Du die Kreisläufe von Geben und Nehmen in Deinem eigenen Leben wieder mehr schliessen kannst. Du wirst erkennen wie Du Dich in Deinem Leben an der Schnittstelle zwischen Gegebenem (Natur) und Gestaltbarem (Kultur) bewegst und in diesem Spannungsfeld noch freier tanzen kannst. So wie eine Pflanze im Garten nur richtig gut gedeiht, wenn die Standortbedingungen für sie stimmen, hast auch Du einen natürlichen Platz im Grossen Ganzen, an dem Du Dich zuhause fühlst. Gemeinsam suchen wir wie Du diesen wiederfinden und einnehmen kannst.
Wirkung von Natur- und Gartentherapie
In meinen naturtherapeutischen Gruppen durfte ich beobachten wie Menschen in einer natürlichen Umgebung
… Entschleunigung, Entspannung und Stille erleben, das Nervensystem sich automatisch beruhigt.
… Abstand gewinnen zu den belastenden Geschichten, mit denen sie sich identifiziert haben.
… beginnen, ihre Umgebung unmittelbarer über die Sinne und den Körper zu erfahren und zu beobachten.
… lernen, flexibel und kreativ mit den situativen Gegebenheiten sowie den Möglichkeiten und Grenzen von Gestaltung umzugehen.
… authentische und stetige Fürsorge im Umgang mit etwas Lebendigem zeigen.
… Verantwortung übernehmen und ins Handeln kommen.
… bewusster mit eigenen und natürlichen Ressourcen umgehen. Wachstum sehen.
… sichtbare Ergebnisse und Veränderungen erzeugen, Selbstwirksamkeit erleben.
… Vielfalt, Fülle und Schönheit erfahren. Freude, Dankbarkeit und Demut empfinden.
… es schön finden, gemeinsam mit anderen etwas Sinnvolles zu tun.
… über die Erneuerungskraft und die Vergänglichkeit in der Natur mit den natürlichen Zyklen des Lebens wieder mehr in Berührung kommen und damit umgehen müssen.
… eine wilde Ordnung erkennen, bei der alles einen Sinn und jedes Lebewesen seinen Platz hat.
… die Prozesse in der Natur als Metapher für seelische Prozesse verstehen und nutzen lernen.
Natur- und Gartenprojekte sind eine gute Möglichkeit, sich selbst zu erfahren, die Individualität in der Wahrnehmung und Gestaltung zu erleben und die eigenen Erfahrungen mit anderen zu teilen.
